09.12.2011 - 20:14 Uhr
Die Leitstelle Böblingen alarmierte die Feuerwehr Grafenau mit dem Stichwort 2bi
DL und der Einsatzmeldung "Flammen aus der Wand" gegen 16:45 Uhr in den Hirschplan. Die Feuerwehr Aidlingen rückte mit dem Einsatzleitwagen und der Drehleiter zur Unterstützung an. Nachdem das Feuer gelöscht wurde und mit der Wärmebildkamera keine weiteren Glutnester gefunden werden konnten, rückten die Wehren wieder ab. Eine Nachbesichtigung der Einsatzstelle wurde für den Zeitraum nach dem Bestücken der Einsatzfahrzeuge festgelegt.
Gegen 20:14 Uhr alarmierte die Leitstelle Böblingen die Feuerwehren aus Grafenau und Aidlingen mit dem Stichwort 2bi
DL erneut in den Hirschplan. Mehrere Anrufer meldeten eine Rauchentwicklung nun aus dem Dachstuhl des Gebäudes. Die Feuerwehr Grafenau war gerade im Begriff die Einsatzstelle nach dem bestücken der Fahrzeuge nochmals zu kontrollieren, als der 2. Alarm einging. Die Erkundung an der Einsatzstelle ergab einen offenen Brand im hinteren Bereich des 2. OG sowie des Dachstuhls. Um das Feuer im Dachgeschoss unter Kontrolle zu bringen und eine Riegelstellung zu den Nachbargebäuden sicherzustellen, wurde jetzt neben der bereits alarmierten Drehleiter aus Aidlingen, noch eine zweite Drehleiter aus Sindelfingen hinzu alarmiert. Aufgrund der vorherrschenden Rauchentwicklung war das Gebäude im oberen Bereich nur unter Atemschutz zu betreten und da beim vorherigen Einsatz bereits 10 Atemschutzgeräte eingesetzt wurden, wurde das Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter-Atemschutz der Feuerwehr Sindelfingen an die Einsatzstelle beordert. Weitere zusätzliche Atemschutzgeräteträger trafen mit dem LF20/16 und dem
MTW der Feuerwehr Aidlingen an der Einsatzstelle ein. Der Kreisbrandmeister und eine kleine Einheit der Führungsgruppe wurden zur Unterstützung alarmiert. Da aufgrund der engen Bauweise im Hirschplan ein Flammenübersprung auf benachbarte Gebäude nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde eine Riegelstellung mit mehreren C und B-Rohren zu den Nachbargebäuden aufgebaut. Gleichzeitig wurden die Nachbargebäude zur Sicherheit evakuiert und die Bewohner anschließend vom DRK betreut. Über die Drehleiter wurde das Dach geöffnet um alle Brandnester ablöschen zu können. Um eine Gefahr für die Einsatzkräfte auszuschließen, wurde während dieser Einsatzphase der Bereich vor dem Gebäude gesperrt und alle Atemschutztrupps aus dem Gebäude abgezogen. Um alle Glutnester ablöschen zu können, begann dann ein massiver Einsatz unter Atemschutz. Das 1. und 2.OG, sowie das Dachgeschoss wurden komplett durch die Feuerwehr geräumt und alle Wände und Decken geöffnet. Während dieser Zeit wurden nicht benötigte Einsatzkräfte kontinuierlich in das Gerätehaus Döffingen gebracht, um sich dort zu stärken und aufzuwärmen. Anschließend wurden die eingesetzten Kräfte ausgetauscht und ab ca. 03.30Uhr wurde eine dreischichtige Brandwache, in der Stärke einer Staffel bis 12.00 Uhr gestellt und die Zentrale wurde besetzt gehalten.